Log Greed

Jung, brutal, gutaussehend – zumindest eine dieser Eigenschaften trifft auf die Bonner Band Log Greed zu. Die drei Jungs aus der Hauptstadt der Herzen fanden sich zwar schon 2012 zusammen, haben ihr Alternative-Genie aber erst Ende 2015 auf einen Tonträger gepresst und treten damit in die Fußstapfen der großen 90er-Jahre Kellerbands. Auf dem Debut finden sich 14 Songs, deren Bandbreite von Mit-dem-Partner-rumfummeln über An-der-Gitarre-rumfrickeln bis hin zu den brachialen Brettern Summerpunk (The Tutor Song) und It Is Broken reicht. Der Sound ist runtergebrochen, aber nicht minimalistisch, die Gitarre gerade richtig angezerrt, um zu drücken aber den Gesang nicht zu überdecken. Mit einer Mischung aus Weezer und Pavement spielt sich das Trio so in Gehörgänge und Herzen gleichermaßen, was die Bonner Buben bereits in ihrer Heimatstadt und darüber hinaus unter Beweis stellen konnten. Teenage Angst für Mittzwanziger des 21. Jahrhunderts.